Breitbandausbau

Finanzausschuss am 28.06.2016

Das Protokoll der Sitzung als PDF zum download Finanzausschuss am 28.06.2016

Gemeindevertretung am 17.05.2016

Protokoll als PDF zum download Gemeindevertretung am 17.05.2016

Bau und Planung

Breitband in Sparrieshoop

Die Stadtwerke Barmstedt haben beschlossen noch im Jahre 2014 im Ortsbereich Sparrieshoop Glasfaser zu verlegen. Dieses geschieht unabhängig von den Plänen der Telekom das vorhandene Kupfernetz im Jahre 2016 aufzurüsten.

Zur Unterstützung ihrer Aktivitäten in unserer Gemeinde beabsichtigen die Stadtwerke Barmstedt noch im April in den Räumen der alten Sparkasse Westholstein ein Servicebüro einzurichten.

Die Verlegung von Glasfaser im Ortsteil Sparrieshoop wird ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde erfolgen. Für den Endverbraucher, der angeschlossen werden möchte, entstehen einmalige Anschlusskosten zwischen 99€ (bis 15m von der Straße und Abschluss eines Produktvertrages für Telefon, Internet oder Fernsehen) und 250€ (bei der Legung eines Vorsorgeanschlusses).

Ein Verlegungsplan ist als Datei beigefügt.

Da die Verlegung des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke Barmstedt verständlicher Weise nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgt, werden in der derzeitigen Planung die Außenbereiche, der Ortsteil Klein Offenseth, das Gemeindezentrum sowie das Gewerbegebiet Rostockkoppel nicht mit Glasfaser versorgt.

Die Gemeinde kann hier erst ab 2017 aktiv werden. Xitylight Ausbauplan März 2014

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum schnellen Internet in Klein Offenseth-Sparrieshoop

Nach dem zurückgezogenen Versprechen der Deutschen Telekom im Jahre 2011, unser Dorf mit glasfaserversorgten Zugangspunkten auszustatten, erfolgte in diesem Jahr die Ausschreibung eines sogenannten Interessenbekundungsverfahrens für den Ausbau unseres Telekommunikationsnetzes.
Darin hat der Ausbau so zu erfolgen, dass  80% der Haushalte der Gemeinde mit mindestens 16 Mbit/s und 100% der Gemeinde mit mindestens 2 Mbit/s versorgt sind.

Die Beraterfirma Luehrs Consulting Neumünster stellte am 06.08.2013 im Bau- und Planungsausschuss das Ergebnis öffentlich vor.

Es war die Deutsche Telekom, die diesmal mit einer positiven Überraschung auffiel: Sie verpflichtete sich, das Netz in Klein Offenseth-Sparrieshoop weitestgehend entsprechend unserer Vorgaben  kostenfrei  bis Dezember  2016 auszubauen. Mit der  vorgesehenen VDSL Technologie werden Zugänge bis zu 50 Megabit pro Sekunde realisierbar. Dazu sollen vorhandene (und einige neue) Kabelverzweigungspunkte über Glasfasern an die Telekomzentrale angeschlossen werden.

Firma Luehrs empfahl der Gemeinde dringend, dieses „Geschenk“ anzunehmen, zumal die gleiche Leistung uns am 30.10.2012 für rund 325.000€ von der Telekom angeboten wurde. Durch eine Breitbandausbauinitiative der Telekom, von der auch unsere Gemeinde profitiert, entstehen nun keine Kosten.

Inzwischen wurde bekannt, dass die Rufnummern im Dorf, die mit der Vorwahl 04126 erreicht werden, nicht in den Genuss der VDSL Technologie kommen werden, da diese Teilnehmer von Horst aus versorgt werden und damit außerhalb der Reichweite eines VDSL Anschlusses (von Horst aus gesehen) liegen. Diese wenigen Bürgerinnen und Bürger werden wohl oder übel als Alternative auf den LTE Funkzugang weiterhin angewiesen sein.

Die Telekom wird die von der Gemeinde für 130.000€  im vergangenen Jahr verlegten Leerrohre nicht verwenden. Weitere 100.000€ wären im wahrsten Sinne des Wortes erneut vergraben worden, wenn die auf CDU/SPD Initiative geplante Verlegung von Leerrohren bei der Sanierung eines Teiles unseres Wassernetzes erfolgt wäre. Der diesbezügliche Antrag  des Finanzausschusses konnte mangels abschließenden Gemeinderatsbeschlusses nicht ausgeführt werden.

Peter Boll

Internetzugang in Klein Offenseth-Sparrieshoop, Traum und Wirklichkeit

Das Internet erreichen wir in unserer Gemeinde auf zwei Wegen: über die verlegten Fernmeldekabel der Telekom (Glasfaser und Kupferleitungen) oder über Funkzellen der Telekom, bzw. Vodafone. Alle anderen Anbieter mieten die entsprechenden Kapazitäten dieser beiden Netzbetreiber und bieten sie unseren Bürgern zu besonderen Bedingungen an.

Leider ist die angebotene Bandbreite begrenzt. Bei der Versorgung über Kabel  hängt die Bandbreite vom Abstand des Übergangspunktes der Glasfaser auf Kupfer vom Wohnort ab. Dieser derzeit  einzige Übergabepunkt liegt im Kabelverzweiger (KVz) gegenüber der Gaststätte Marone. Einwohner, die in einem Umkreis von 500m um diese KVz wohnen, erfreuen sich einer Bandbreite von ca. 2,5 Megabit pro Sekunde (Mbps, entsprechend ca. 300 Kilobyte pro Sekunde, KBps) und sind damit nicht zu schlecht versorgt. Allerdings ist ein Dienst wie „Entertain“ der Telekom damit nicht realisierbar (erfordert mindestens 16 Mbps).  Mit zunehmender Entfernung vom Übergangspunkt nimmt die Bandbreite drastisch ab. Allerdings sollte die Versorgung im Neubaugebiet Botterhörn im o.a. zufriedenstellenden Bereich liegen.

In Horst, Kiebitzreihe und Barmstedt bietet die Telekom VDSL  (Very High Speed Digital Subscriber Line) an. Dieser Dienst erreicht mühelos 16 Mbps, ist aber nicht flächendeckend, sondern lediglich im Zentrum der genannten Orte verfügbar. Für unser Dorf ist ein derartiger Ausbau leider derzeit nicht vorgesehen. Die Begründung liegt darin, dass unsere Gemeinde als über Funk zufriedenstellend versorgt gilt.

In der Tat werden wir mit einem Funknetz versorgt, das eine hohe Bandbreite bietet, allerdings mit Einschränkungen. Alle Anbieter bieten vollmundig zu relativ hohen Preisen sehr hohe Bandbreiten an, nennen aber im Kleingedruckten die Einschränkung, dass nach Herunterladen einer bestimmten Datenmenge im Monat die Geschwindigkeit empfindlich eingeschränkt wird. Dies kann für einige Benutzer eine zufriedenstellende Lösung bedeuten; für andere, die z.B. über das Internet fernsehen möchten oder als Unternehmen oder Home-Office auf größere Datenmengen angewiesen sind, kann es bedeuten, dass damit nur wenige Tage pro Monat zufrieden stellende Datenübertragungen möglich  sein werden. Danach ist man zurück im ISDN Zeitalter, was die Übertragungsgeschwindigkeit angeht. Die Ursache ist physikalisch bedingt. Alle Funknetzteilnehmer teilen sich nämlich die vom Betreiber bereitgestellte, erheblich begrenzte Bandbreite in der Funkzelle.

Mittelfristig ist nur in der Internetversorgung über Kabel eine zufriedenstellende Lösung zu sehen. Das bedeutet, dass das Netz in unserer Gemeinde hochgerüstet werden muss. Wir benötigen zusätzliche Übergabepunkte Glasfaser- Kupfer in beiden Gemeindeschwerpunkten, um sicherzustellen, dass die  meisten Bürger nicht weiter als 1 km vom Übergabepunkt entfernt wohnen.

Es sollte aber erwähnt werden, dass nur ca. 90% aller Einwohner mit Bandbreiten oberhalb von 16 Mbps versorgt werden können. Die restlichen 10 % werden sich aufgrund ihrer Randwohnlage mit geringerer Bandbreite, bzw. mit der Funkversorgung abfinden müssen.

Wie können wir nun eine m.E. ausreichende Versorgung erzielen? Nun, die Infrastruktur, sprich die Glasfaser muss an mehreren Stellen erweitert und in beide Dorfschwerpunkte gebracht werden und sogenannte DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) müssen in vorhandenen und zu erweiternden Kabelverzweigern installiert werden.

Die Telekom als Eigentümer des Festnetzes wird dieses aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchführen. Aufgrund der Doppelversorgung über Kabel und Funk sieht sie nicht genügend zukünftige Kunden, die  die Investitionen rechtfertigen würden und wird daher hier nicht weiter investieren.

Wenn sich allerdings jemand an den Kosten beteiligen würde, wäre der Weg für eine zufriedenstellende Breitbandversorgung über Kabel offen. Dazu wäre die Gemeinde gut beraten, wenn sie mittels eines Planungsbüros die notwendigen technischen Einrichtungen ermitteln lassen  und daraus eine öffentliche Ausschreibung starten würde.  Wenn die Gemeinde die Kosten für die Planung und einen Teil der Kosten für den Ausbau übernehmen würde, ließe sich mit Sicherheit ein Investor finden, der den Ausbau durchführt.

Entsprechend ist die Gemeinde Kölln-Reisiek vorgegangen  und ähnlich haben andere Gemeinden erfolgreich ihre Telekommunikationsinfrastruktur spürbar verbessert. Die Kölln-Reisieker optimieren z.Zt. ihr Netz mit einer Investition von 86 TEuro, wie kürzlich der lokalen Presse zu entnehmen war.

Je nach Umfang der Bauausführung  und der  von der Gemeinde vorgegebenen Zielvorstellung und unter Berücksichtigung der besonderen Situation unserer Doppelgemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop ist für uns mit einem Kostenanteil von ca. 300 TEuro auszugehen.

Ein Aktionismus wie kürzlich im Bahnhofsbereich geschehen, wo die Gemeinde ohne weitere Anschlussplanung für über 100 TEuro Leerrohre für Glasfaser verlegen lässt,  um angeblich einige wenige Neubürger an das Internet anzuschließen, ist wenig zielführend.

Peter Boll
Dipl.-Ing.

 

Ergebnisse zur Bürgerbefragung

 

Ergebnisse als PDF zum Pownload: Ergebnisse Bürgerbefragung vom 11.10.2013